Erfolg fĂŒr das Fach Latein

Bereits zum 39. Mal fand der Landeswettbewerb Alte Sprachen im Jahr 2020 statt, aber zum ersten Mal haben SchĂŒler des Remstalgymnasiums daran teilgenommen – mit Erfolg!

Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler des Latein-Kurses in J1 fĂŒhlten sich angesprochen von den interessanten Themen – und sicherlich auch von den in Aussicht gestellten attraktiven Preisen. Die Aufgabenstellung bestand darin, sich in eines der fĂŒnf vorgeschlagenen Themen einzulesen (meist waren dafĂŒr zwei oder drei lateinische Textabschnitte angegeben) und dann eine schriftliche Ausarbeitung im Umfang von bis zu 10 Textseiten zu erstellen.

Beispielsweise sollte man zur „Sklavenfrage in der Antike“ Aristoteles und Seneca miteinander vergleichen oder dem „RĂ€tsel der Zeit“ bei Augustinus auf dem Grund gehen.

Interessiert waren mehrere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, aber nur zwei von ihnen haben sich letztendlich in den Weihnachtsferien hingesetzt und sich in ihre Texte und Themen vertieft:

Keith Hellerich hat sich mit der „RĂŒckkehr des Wolfes – Der Lykaonmythos und das VerhĂ€ltnis des Menschen zum Wolf“ beschĂ€ftigt. Dazu hatte er einen Text aus der lateinischen Dichtung von Ovid, einen Sachtext von Plinius d. Ä. und eine Satire von Petron zu untersuchen.

Sein MitschĂŒler Luis Schneck studierte einen Brief von Cicero an dessen Freund Atticus und ebenso einen Ovid-Text aus den Metamorphosen um herauszufinden, wie der „Umstrittene(r) Tyrannenmord“ an Caesar von Cicero und Ovid unterschiedlich bewertet wird.

Beide SchĂŒler haben ihre Aufgabe so gut gemeistert, dass sie jeweils mit einem zweiten Preis belohnt wurden: Eine Teilnahme an einem HORIZONTE-Seminarwochenende und ein Buch. Obendrein lassen sie es sich als GFS in ihrem Basisfach Latein anrechnen. Herzlichen GlĂŒckwunsch an Keith und Luis!

Wir hoffen, dass auch in Zukunft SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an diesem Wettbewerb teilnehmen werden. Bei Fragen können sie sich an Frau Ruff wenden. Ausgerichtet wird der interdisziplinĂ€re Wettbewerb von der Stiftung Humanismus heute, dem Ministerium fĂŒr Kultus, Jugend und Sport und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Als erster Preis nach der dritten Runde winkt ĂŒbrigens die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.

 

Stimmen der beiden Zweitplatzierten:

„An dem Wettbewerb habe ich gerne teilgenommen, da das Thema Mythos schon immer faszinierend fĂŒr Menschen war und auch ich davon angesteckt wurde. Die Auseinandersetzung mit dem Lykaonmythos gewĂ€hrte mir einen Einblick in die Psyche des damaligen Menschen sowie in die unterschiedlichen Ansichten in Bezug auf den im Menschen verinnerlichten Animalismus.“ Keith

„Am Anfang war es ziemlich schwer, sich in die Quellen einzuarbeiten und diese zu verstehen. Besonders ungewohnt war die vertiefte Auseinandersetzung mit dem lateinischen Text.
Nachdem ich den Knackpunkt hatte, ging es dann aber ziemlich leicht. Es war zwar teils knifflig und aufwĂ€ndig, hat aber dennoch sehr Spaß gemacht und war ein guter Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten.“ (Luis)